Bowen Therapie

Wann kann Bowentherapie eingesetzt werden?

  • Rückenschmerzen verschiedenen Ursprungs
  • Verspannungen und sogenannte Myogelosen (z.B. Schulter/Nacken)
  • Arthrosen, (Sport-)Traumata wie Schleudertraumata etc.
  • Beschwerden der oberen Extremitäten wie Tennisarm, Karpaltunnelsyndrom, Frozen Shoulder etc.
  • Beschwerden der unteren Extremitäten insb. der Füsse wie Hallux valgus, Hammerzehen, Knöchelverletzungen, Knieschmerzen, funktionelle Beinlängendifferenzen usw.
  • Hüftschmerzen funktioneller und struktureller Art vor und nach OP, Lymphstauungen
  • funktionelle ISG-Blockade, Schmerzen am Steissbein, orthopädische Schmerzzustände während der Schwangerschaft und nach der Entbindung, Menstruationsbeschwerden
  • Rheumatische Beschwerden, Weichteilrheuma,
  • Kopfschmerzen, Schiefhals, Kiefergelenksprobleme
  • Asthma, Brustenge durch Muskelverspannungen oder Wirbelfehlstellungen
  • Gestörter Lymphfluss
  • Viszerale Probleme (innere Organe) funktioneller Art bezgl. Verdauung und urolog. System
  • Unterstützend bei Entschlackungsphasen als Zusatzbehandlung
  • Adynamie, Chronic Fatigue Syndrome (CFS),
  • Vegetative Dysbalancen aller Art.

Wie funktioniert Bowentherapie?

Bowentherapie wirkt über die sogenannten Faszien. Faszien sind die bindegewebigen Strukturen, die den gesamten Körperinhalt in verschiedenen Einheiten wie Frischhaltefolien umfassen. Sie spielen eine wichtige Rolle für Form und Funktion der von ihnen umhüllten Strukturen (Muskeln und Organe) Die Forschungsarbeiten von Dr. Robert Schleip an der Universität Ulm legen nahe, dass der Effekt der Bowentherapie über die Faszien, resp. über deren Innervation mit sensiblen Nervenenden, welche für Druck- und Zugeinwirkungen sehr empfänglich sind, zustande kommt. Durch die "Bowen-Moves" werden Funktionsstörungen der Faszien aufgelöst. Dabei macht sich die Bowentherapie die dynamische Beziehung zwischen Muskeln und autonomem Nervensystem zunutze.

Indem der Muskel an bestimmten Orten "herausgefordert" wird, resp. von dort aus, wo ich einen sog. "Move" ansetze, bekommt das Gehirn eine Information. Weil wir keine spezifische Anleitung geben, den Muskel weder dehnen noch kneten, schickt das Gehirn eine Default-Meldung an den Muskel zurück, und das wiederum lässt den Muskel in seine ursprüngliche, gesündere Position zurückfinden. Die sog. "Bowen-Moves" entfalten nicht nur eine entspannende, sondern auch entstauende und anregende Wirkung auf den ganzen Organismus, insbesondere auf das vegetative Nervensystem.

Was geschieht in der Bowentherapie?

BT ist eine manuelle Therapieform, bei der bestimmte Punkte an Muskeln, Bänder und Sehnen mit einem sogenannten "Bowen-Move" stimuliert werden. Während der Patient meistens liegt, rollt die Therapeutin auf bestimmte Art mit Daumen oder Fingern oder der flachen Hand über festgelegte Punkte. Dies geschieht mit sehr wenig Druck, es sollte nie weh tun und sich immer angenehm anfühlen.

Nach einigen "Moves" wird eine mindestens 2-minütige Pause eingelegt, bevor ein weiteres Set von Bowen-Moves zum Zug kommen. In diesen kurzen Pausen bekommt der Körper die Gelegenheit, die Stimulation zu verarbeiten und zu intergrieren. Die "Moves" regen den Körper an, sich selber neu zu regulieren. Die Zirkulation von Blut- und Gewebsflüssigkeit in den behandelten Körperregionen wird gesteigert. Eine besondere Rolle fällt der Funktionsverbesserung der Faszienzu, die die Muskeln und Organe umhüllen. Weitere Infos zu diesen faszinierenden Strukturen finden Sie auf: http://www.somatics.de/Osteop_Mediz/Faszien.htm

Tom Bowen, Entwickler der Bowentherapie in Australien

Bowentherapie (BT) ist eine Methode, die von Tom Bowen (1916-1982) in Australien entwickelt wurde. Dabei hat Tom Bowen offenbar verschiedenen Physiotherapeuten und Osteopathen über die Schulter geschaut. Seine Methode war nicht so einfach einzuordnen und so hat Oskar Rentsch, einer der wenigen Therapeuten, der Tom Bowen genauer zuschauen durften, eine Zusammenfassung seiner Arbeit unter dem Namen "An interpretation of Tom Bowens work" herausgegeben.

Später wurden die darin beschriebenen Abläufe als sog. Sequenzen festgehalten. Tom Bowen selber habe sich nicht an ein fixes Schema gehalten. Er hat natürlich gewisse Abfolgen wiederholt, diese jedoch nicht als standartisiertes Procedere eingesetzt. Heute verwenden Bowen-Therapeuten festgelegte Sequenzen, von denen wir auch immer wieder mal abweichen, wenn es Sinn macht.

Grenzen der Bowentherapie

Bei schweren Erkrankungen, organischen Schäden oder bei Verdacht auf solche, wenden Sie sich bitte immer an Ihren Arzt!

Vielleicht lässt sich in Ihrem Fall die Bowentherapie als hilfreiche Begleitmassname anwenden. Scheuen Sie sich nicht, Ihrem Arzt von der Bowen-Therapie zu erzählen, denn viele ärzte sind heute alternativen Methoden gegenüber aufgeschlossen, vielleicht sogar mehr als Sie denken! Wenn Sie weitere Fragen haben, rufen Sie mich einfach an (079 342 24 90) oder senden Sie eine Mail an natalie.huber@somatics.ch.

Nach der Bowentherapie

  • Nach der Behandlung sollten Sie für den Rest des Tages nicht länger als 30 Minuten am Stück sitzen. Kurzes Aufstehen und ein paar Schritte genügen.
  • für 48 Stunden nach der Behandlung anstrengende Tätigkeiten vermeiden bzw. reduzieren, z.B. kleinere Trainingseinheiten.
  • Für 24 Std. keine Wärme- oder Kälteanwendungen (Eis, Fango sehr heisses Duschen, Heizdecke, Wärmeflasche, Wärmesalben)
  • Täglich einen Spaziergang von mindestens 20 Minunten unternehmen
  • Genügend Wasser oder ungezuckerten Kräutertee trinken
  • Lassen Sie sich von evtl. auftretenden, vorübergehenden Perioden, in denen Ihre Schmerzen verstärkt auftreten nicht beirren (Erstverschlimmerung). Sie sind Teil der körpereigenen Umstrukturierung zu mehr Gesundheit. Sie werden sehen, es lohnt sich!